TOP Lebenslauf - einfach erstellt

Dein Aushängeschild in der schriftlichen Bewerbung ist der Lebenslauf. Einmal erstellt, brauchst du ihn nur aktuell zu halten und bist schnell vorbereitet für den Ernstfall. Wie man den Lebenslauf am besten erstellt, worauf du achten musst und welche Inhalte du angeboten sollst, ist hier für dich zusammengefasst.

Tipps für den professionellen Lebenlauf

Mit deinem Lebenslauf als Überblick über deine Erfahrungen und Kompetenzen bewirbst du dich beim Wunschunternehmen für eine offene Stelle oder initiativ. Personaler*innen haben häufig nur wenig Zeit, deine Unterlagen zu prüfen und den Lebenslauf mit dem Anforderungsprofil zu vergleichen. Daher ist es Voraussetzung für die Chance auf den neuen Arbeitsplatz, dass dein Lebenslauf vollständig, richtig und gut strukturiert ist. Wie das geht, liest du hier nach!

Rechtschreibung wichtig nehmen

Rechtschreibfehler in deinen Bewerbungsunterlagen zeugen von wenig Sorgfalt (und mittelmäßigen Sprachkenntnissen). Fast alle Jobs erfordern die Grundfähigkeit, schriftlich zu kommunizieren. Strotzt dein Lebenslauf schon von Tipp- und Flüchtigkeitsfehlern, hast du diese Kommunikationsfähigkeit leider nicht bewiesen. Dein*e zukünftige*r Arbeitgeber*in möchte sich bestimmt nicht schämen, wenn du Mails an Kunden schreibst. Die automatische Rechtschreibprüfung findet schon viele Fehler, lass aber zur Sicherheit eine Vertrauensperso über den Text lesen.

Klare Struktur gewinnt

Die knappe Arbeitszeit erfordert es, dass Informationen über dich schnell verfügbar sind und Personaler*innen deine Vorteile rasch erfassen können. Eine übersichtliche Gliederung im Lebenslauf erleichtert die Orientierung der Leser*innen und stimmt das Gegenüber positiv. Für den Lebenslauf bietet sich eine Gliederung in Themenblöcke wie z.B. Ausbildung, Berufserfahrung, Sprachkenntnisse, Computerkenntnisse an. Am relevantesten ist dabei immer deine Berufserfahrung. Die letzte oder aktuellste Position sollte daher ganz oben stehen. Berufseinsteiger*innen geben natürlich zuerst ihre Schulbildung an. Auch optisch soll auf den ersten Blick erfasst werden, was zusammengehört. Aufzählungen, Einrückungen, Formatierungen oder Absätze helfen bei der Orientierung. Beachte aber auch, die Leser*innen nicht durch zu viele Spielereien zu verwirren. Struktur hat oberste Priorität.

Schriftart klug gewählt

Die verwendete Schriftart trägt einen wesentlichen Anteil an der Lesbarkeit deines Lebenslaufes. Verschnörkelte Schriften oder Handschrift-ähnliche Fonts sind daher unbrauchbar für einen professionellen Lebenslauf. Verwenden maximal zwei verschiedene Schriftarten im Lebenslauf und ziehe den Stil auch im Anschreiben weiter. Gut lesbare Schriften wie Myriad Pro, Calibri oder Arial sind üblich, du kannst aber auch deine Kreativität einbringen und eine seltenere Schriftart verwenden. Bist du grafisch versiert, kannst du dir auch die Unternehmensschriftart für die Bewerbung herunterladen (soweit frei verfügbar) und das Corporate Design schon in deinen Bewerbungsunterlagen übernehmen. Die Lesbarkeit steht aber immer im Fokus! Als Schriftgröße empfehlen sich 11 oder 12 Punkt, darunter wird es schwierig zu lesen. Kursive und fette Schriften bitte sparsam einsetzen, nur ganz wichtige Stichwörter können fett hervorgehoben werden.

Farbig – ja oder nein?

Du magst es bunt? Bei kreativen Jobs ist Farbe gerne gesehen! Alle Positionen, in denen du kreativ sein kannst, vertragen etwas Farbe auch in den Bewerbungsunterlagen. Bewirbst du dich als Mediendesigner*in oder Grafiker*in, dann ist dein Lebenslauf das erste Aushängeschild für die Position. Voraussetzung für die besondere Gestaltung der Bewerbungsunterlagen bleibt aber immer die Lesbarkeit des Inhalts. Für alle anderen Jobs ist Farbe zwar durchaus erlaubt, allerdings in Maßen. Die Professionalität steht hier über der Kreativität. Bei der Farbwahl kannst du dich ruhig von den Unternehmensfarben leiten lassen und genauso wie bei der Schriftart das Corporate Design spiegeln. Das zeugt von besonderem Interesse an diesem Unternehmen und der Individualität deines Lebenslaufen. Natürlich bedeutet das auch, dass Schriftarten und Farben pro Bewerbung angepasst werden müssen. Die volle Anlehnung an das Unternehmensdesign lohnt sich also vor allem für den absoluten Traumjob!

Umgekehrt chronologisch – vom Aktuellsten zum Alten

Im Lebenslauf steht die wichtigste und aktuellste Information zuerst. In deiner Gliederung der Berufserfahrung kommt als erster Aufzählungspunkt deine letzte Tätigkeit, danach die vorletzte und so weiter. Vorteil ist für die Leser*innen, dass die relevanteste Information sofort ersichtlich ist und man nicht bis zum Ende des Absatzes lesen muss.

Keine Lücken

Lücken im Lebenslauf sind ein allgemein bekanntes Problem und werden von Personaler*innen kritisch beäugt. Besser ist daher, erst gar keine Lücken entstehen zu lassen oder eine arbeitsmarktrelevante Umschreibung zu finden. Zugegebenermaßen ein Trick, dessen man sich aber für bessere Chancen am Arbeitsmarkt gerne bedient. Wenn du zum Beispiel ein Jahr lang auf Reisen warst, nimm dieses Jahr als interkulturellen Austausch in Asien und Lateinamerika in den Lebenslauf auf. Persönlichkeitsentwicklung und die Verbesserung der Sprachkenntnisse sind jedenfalls Vorteile des Reisens, die auch Personaler*innen schätzen. Es ist auch keine Schande, einmal ohne Beschäftigung zu sein. Wichtig ist lediglich, was du aus der freien Zeit machst und wie du es kommunizierst. Hast du die Zeit für eine Fortbildung genutzt oder um dich neu zu orientieren? Von wann bis wann waren Kindererziehungszeiten? Transparenz und Ehrlichkeit zeugen von Größe und du verhinderst damit, dass du wegen Unsicherheit vorschnell aussortiert wirst.

Deine Kontaktdaten als Aushängeschild

Du hast dir die Mühe einer ausführlichen Bewerbung gemacht? Dann kontrolliere, dass du unter den angegebenen Kontaktdaten auch erreichbar bist. Deine Daten stehen übersichtlich zu Beginn des Lebenslaufes. Bei mehrseitigen Dokumenten kannst du Namen, E-Mailadresse und Handynummer zusätzlich auch noch in die Kopfzeile packen. Neben der Aktualität deiner Daten beachte auch auf den professionellen Eindruck. E-Mails von KleinePrinzessin21 oder Hero76 wirken fehl am Platz. Deine E-Mail-Adresse sollte deinen Vor- und Nachnamen beinhalten. Wenn du noch keine derartige E-Mail-Adresse hast, dann lege dir speziell für den Bewerbungsprozess eine an.

Mit Siegerlächeln zum Erfolg – Das Bewerbungsfoto

Bewerbungsfotos sind immer ein Grund zur Diskussion. Fakt ist, dass es im deutschsprachigen Raum zum guten Ton gehört, ein Foto einzufügen. Auch wenn es etwas kostet, solltest du das Bewerbungsfoto vom Profi (Fotografen) machen lassen. Häufig bieten jedoch Karrieremessen kostenlose Bewerbungsfotos mit professioneller Beleuchtung an - dieses Angebot kann man gerne annehmen und spart sich bei Zufriedenheit die Fotografenkosten. Das Portraitbild für den Lebenslauf sollte dich vor einem neutralen Hintergrund und in passender Kleidung zeigen


Details für bessere Chancen bei Personaler*innen

Du hast bereits Berufserfahrung gesammelt, Praktika absolviert oder eine wissenschaftliche Arbeit zu einem passenden Thema geschrieben? Hier helfen Detailinformationen, die Erfahrungen und Kenntnisse wiedergehen. Liste also nicht nur den Zeitraum der Tätigkeit auf, sondern auch, was du im Job oder Praktikum gemacht hast. Je stärker sich deine Erfahrung mit dem Job, für den du dich bewirbst, deckt, desto genauer kannst du deine Kenntnisse angeben. Beispiel: Statt Bürotätigkeit schreibst du Terminkoordination und Korrespondenz für die Geschäftsführung. Warst du als Führungsperson angestellt, erwähne doch deine Mitarbeiterverantwortung für X Mitarbeiter*innen. Bei der wissenschaftlichen Arbeit kannst du neben dem Thema auch die gewählte Methode oder Forschungsfrage angeben, sofern du dich für eine Stelle an der Uni oder in der Forschung bewirbst. Die angegebenen Details helfen Personaler*innen, deine Erfahrungen besser einzuordnen und heben dich aus er Masse heraus. Erzähle daher auch schon im Lebenslauf ein bisschen mehr als die Eckdaten, es lohnt sich!

Profi oder Anfänger*in? Kompetenzlevel angeben

Schön ist, wenn du deine Fertigkeiten und Kompetenzen im Lebenslauf angibst. Wichtig ist allerdings, das jeweilige Niveau zu ergänzen. Arbeitest du täglich mit Microsoft Office und bringst sehr gute Anwenderkenntnisse mit oder schaffst du es nur, einen Brief mit Word zu verfassen? Programmierst du Websites mit HTML oder bricht dir der Schweiß aus, wenn du eine Zeile Code lesen musst? Kannst du ein Bier in einer Fremdsprache bestellen oder eine Vertragsverhandlung führen? Du siehst, Sprach- und Computerkenntnisse können von rudimentär bis exzellent reichen. Auch hier gilt wieder: Transparenz hilft. Personaler*innen wissen, dass man nicht alles perfekt beherrschen kann, du aber dennoch ein tolles Gesamtpaket an Fähigkeiten und vor allem Lernfähigkeit mitbringst. Falls du einen Kurs belegt hast, erwähne ihn im Lebenslauf und lege das Zertifikat dem Anhang bei. Bei den Fähigkeiten gilt im Besonderen: Mogeln verboten! Jede Lüge in den Kompetenzen wird aufgedeckt, sofern du nicht bis zum Bewerbungsgespräch den Schnellkurs absolvierst.

Hobbys für mehr Persönlichkeit – Ehrenamt zeichnet dich besonders aus

Lesen, schwimmen, Fahrrad fahren als Hobby– genau das findet man in fast jedem Lebenslauf. Falls du wirklich gerne liest, spezifiziere das Hobby wie zum Beispiel Klassiker der russischen Literatur. Erfinde jedoch keine Hobbys, nur weil sie interessant scheinen. Bei Nachfragen im Bewerbungsgespräch stehst du sonst blöd da. Genauso verhält es sich mit deinem Ehrenamt. Ehrenamtliches Engagement wird auch von Arbeitergeber*innen immer gern gesehen. Wenn du also ein aktives Mitglied bei der Feuerwehr, einer Rettungsorganisation oder einer wohltätigen Organisation bist, dann kannst du das im Lebenslauf erwähnen.

Deine Handschrift im Fokus

Deine persönliche Unterschrift zum Schluss bestätigt die Richtigkeit deiner Angaben und gehört fest zu den Bestandteilen des Lebenslaufs. Unterschreibe das Dokument bitte halbwegs leserlich mit einem blauen oder schwarzen Kugelschreiber oder einer Füllfeder. Gibst du deine Unterlagen digital ab, kannst du deine Unterschrift einscannen. Damit setzt du deinen Namen handschriftlich ans Ende des Lebenslaufes und gibst dem Dokument einen persönlichen Touch.

WISSEN KOMPAKT

Der Lebenslauf ist das Aushängeschild deiner Bewerbungsunterlagen. Personaler*innen starten beim Lebenslauf mit der Durchsicht und interessieren sich dafür, wie gut deine bisherigen Erfahrungen zur angebotenen Stelle passen. Ein professioneller, fehlerfreier Lebenslauf mit ansprechendem Foto ist daher überaus wichtig für den Bewerbungserfolg. Achte auf Vollständigkeit, ein durchgängiges Design und die Hervorhebung der wichtigsten Punkte. Lücken bedürfen einer Erklärung, bei Hobbys und Angaben zur Freiwilligenarbeit kannst du dich aus der Masse hervorheben. Hast du einmal einen professionellen Lebenslauf erstellt, erweiterst du deine Vita ganz leicht um weitere Stationen. 

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