In 8 Schritten zur perfekten Stellenanzeige

Sie ist die Visitenkarte Ihres Unternehmens am Arbeitsmarkt - die Stellenanzeige. Sie dient nicht nur dazu, neues Personal zu akquirieren, sondern repräsentiert auch Ihren Betrieb im Netz. In Zeiten des Fachkräftemangels gewinnt sie zunehmend an Bedeutung. Wir zeigen Ihnen deshalb in acht einfachen Schritten, wie Sie die perfekte Stellenanzeige entwerfen und stellen ein Factsheet zur Verfügung.

In 8 Schritten zur perfekten Stellenanzeige

In 8 Schritten zu Ihrer perfekten Stellenanzeige

Mit der Stellenausschreibung ist es wie mit neuen Bekanntschaften: Der erste Eindruck zählt. Stellenanzeigen im Internet sind der erste Kontaktpunkt zwischen Ihnen und Ihren zukünftigen Mitarbeiter*innen. Ist die Anzeige schlecht konzipiert, werden Sie zu einem der nächsten zahlreichen Angebote im Web weiterziehen. Viele brechen Ihre Bewerbung ab, weil sie nachlässig gestaltet wurde oder wichtige Informationen fehlen. Aber wie kann man das verhindern? Wir haben für Arbeitnehmer*innen eine einfache Anleitung gemacht, wie ihre Stellenanzeige mehr potenzielle Kandidat*innen anlocken wird.

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1) Der Aufbau

Was für den Aufsatz in der Schule gilt, gilt auch für eine Stellenanzeige: Eine gute Gliederung ist das A und O. Ein sinnvoller und einheitlicher Aufbau sorgt dafür, dass die Leser*innen am Ball bleiben. Achten Sie darauf, die Informationen zu Ihren Unternehmen übersichtlich gestalten.

Ein grundlegender Aufbau kann folgendermaßen aussehen:

  1. Jobtitel
  2. Unternehmensbeschreibung
  3. Aufgabenbeschreibung
  4. Anforderungsprofil
  5. Benefits
  6. Kontaktdaten
  7. (Gehalt)

Zwischen den einzelnen Punkten sollte ein roter Faden entstehen, der den Lesefluss verbessert. Heben Sie einzelne Unterpunkte mit Überschriften typografisch hervor. Wir empfehlen auch, Bilder oder Videos zu verwenden, um die einzelnen Punkte aufzulockern.


2) Der Jobtitel

Der Titel des Job-Angebots ist das Flaggschiff der Stellenanzeige. Erfahrene Content Creators wissen: Die Klickzahl eines Textes steht und fällt mit der Schlagkraft der Überschrift. Oft scheitern Unternehmen bereits an Berufsbezeichnung, da am Jobmarkt viele englische Begriffe in den Sprachgebrauch eingeflossen sind. Wüssten Sie zum Beispiel, was ein Facility-Manager ist? Nicht vielen wird an dieser Stelle in den Sinn kommen, dass es sich hierbei lediglich um eine*n Hausmeister*in handelt.

Wählen Sie daher einen Titel, der präzise und eindeutig ist, um so viele Bewerber*innen abzuholen wie möglich. Ansonsten werden viele bereits aussteigen, bevor sie auf die Stellenanzeige geklickt haben. Ebenso sollte der Jobtitel bereits verraten, wer genau gesucht wird.

Handelt es sich um eine Praktikumsstelle, eine Festanstellung oder eine Ausbildung? Eine exakte Beschreibung der Position innerhalb des Unternehmens kann unangenehmen Missverständnissen vorbeugen.


3) Die Unternehmens­beschreibung

Nachdem Sie das Interesse der Bewerber*innen bereits im Titel geweckt haben, müssen Sie diese bei „Laune zu halten“. Hierfür eignet sich eine kurze Beschreibung ihres Unternehmens.

  • Was macht/vertreibt Ihr Unternehmen?
  • Was zeichnet Ihre Firma aus?
  • Wie heben Sie sich von der Konkurrenz in Ihrer Branche ab?
  • Was können sich Bewerber*innen von einer Anstellung bei Ihnen erwarten?
  • Wie ist das Arbeitsklima und wie wird es positiv gefördert?
  • Wie wird außerdem für die Zufriedenheit bestehender Mitarbeiter*innen unternommen?

Versuchen Sie, den Leser*innen zu vermitteln, dass Ihr Job-Angebot Exklusivität verspricht und mehr als andere Arbeitgeber zu bieten hat. Flechten Sie auch die Ziele und Visionen Ihres Unternehmens ein und zählen Sie die Erfolge auf und verpassen Sie Ihrer Firma ein Branding, das sie auf Job-Portalen glänzen lässt.

Vorsicht: Stecken Sie auch nicht zu viel Lobhudelei in die Unternehmensbeschreibung.

Bleiben Sie bei der Unternehmens­beschreibung authentisch:

Erzählen Sie den Interessenten zum Beispiel von der positiven Arbeitsatmosphäre. Ein Punkt, der besonders in Anbetracht des Schlagworts Work-Life-Balance immer wichtiger wird.


4) Die Aufgaben­beschreibung

Ihre Bewerber*innen möchten genau wissen, was bei ihrer zukünftigen Beschäftigung auf sie zukommt. Achten Sie bei der Beschreibung des Tätigkeitsbereichs daher ebenfalls auf eine präzise Wortwahl und halten Sie nicht mit Informationen zu kurz.

Eine präzise Aufgabenbeschreibung kommt Ihnen beim Recruiting Prozess zugute:

Sie vermeiden dadurch, dass sich Menschen bewerben, die nicht für den vorgesehenen Aufgabenbereich oder geeignet sind. So können Sie bereits im erweiterten Auswahlverfahren vermeiden, nach Nadeln im Heuhaufen suchen zu müssen.

Versuchen Sie, die Aufgaben nach Wichtigkeit zu ordnen:

  • Beginnen Sie mit den Wichtigsten und
  • enden sie mit Ergänzungen, die für den Job allerdings keine zentrale Bedeutung haben.

5) Das Anforderungs­profil

An diesem Punkt in der Stellenanzeige müssen Sie sich die Frage stellen: Was erwarten Sie von Ihren Bewerber*innen? Wenn Sie bestimmte Qualifikationen wie Fachkenntnisse, einen akademischen Abschluss oder eine Ausbildung wünschen, muss das an dieser Stelle klar hervorstechen. Auch das schränkt Ihre Zielgruppe bereits deutlich nach Ihren Vorstellungen ein. Oft erfahren Aspirant*innen erst im Vorstellungsgespräch, dass ihre Qualifikationen nicht für den gewünschten Job ausreichen. Vermeiden Sie peinlichen Situationen, indem Sie hier deutlich formulieren.

Sie sollten allerdings auch keine zu hohen Anforderungen an Ihre Leser*innen stellen. Das gilt besonders für die Berufserfahrung: Ein "mindestens fünf Jahre in der Branche tätig" ist bei Kandidat*innen verpönt und wird Ihnen zum Verhängnis, wenn Sie nach jungen Talenten suchen.

Denken Sie stets daran: Den oder die perfekten Bewerber*in gibt es oft nicht. Evaluieren Sie mit ihrem Team daher genau, woraus es Ihnen bei der Stellenanzeige wirklich darauf ankommt, wie viele Jahre ein*e Aspirant*in bereits im Büro hinter sich gebracht hat.


6) Die Benefits

Auch in Südtirol grassiert massiver Fachkräftemangel. In Branchen wie der Gastronomie oder der Pflege kämpfen viele Betriebe um nur wenig verfügbare Kandidat*innen. Es wird daher immer wichtiger, diese mit gewissen Vorzügen, den sogenannten Benefits, anzulocken.

Folgende Benefits können Ihr Unternehmen auf dem Markt attraktiv machen:

  • Finanzielle Boni (Altersvorsorge, Gewinnbeteiligung)
  • Zuschuss für Mahlzeiten, eigene Kantine, gratis Getränke
  • Kostenlose Weiterbildungen
  • Events oder Ausflüge für Mitarbeiter*innen
  • Flexible Arbeitszeiten (Gleitzeit, Teilzeit, 4-Tage-Woche)
  • Freizeitangebote wie Sportkurse

Überlegen Sie, welche Benefits für Ihre Zielgruppe besonders attraktiv sein könnten. Auf dieser Basis können Sie dementsprechende "Köder" legen, mit denen Sie zwischen anderen Betrieben hervorstechen.


7) Die Kontaktdaten

So banal es klingen mag: Oftmals scheitert der Recruiting-Prozess an den einfachsten Dingen. Dazu zählt zum Beispiel das Integrieren einer Call to Action - der Aufforderung, zu handeln. Dabei handelt es sich zum Beispiel um einen "Hier bewerben"-Button, der direkt zu einem Formular führt.

Nutzen Sie kein Portal, müssen Sie ausreichend Kontaktdaten angeben. Dazu gehört eine E-Mail-Adresse und eine klar definierte Ansprech- und Bezugsperson. Das lässt Ihr Unternehmen auch nahbarer wirken. Wenn Sie auch Offline-Bewerbungen annehmen, sollten Sie eine genaue Postanschrift angeben, damit die Unterlagen auch im richtigen Briefkasten und nicht auf dem falschen Schreibtisch landen.


8) Das Gehalt

Der Verdienst im Job war im deutschsprachigen Raum lange Zeit ein Tabuthema. Für eine Stellenanzeige gilt heutzutage jedoch:

Über Geld spricht man sehr wohl!

Eine fehlende Gehaltsangabe kann dazu führen, dass Ihre Interessenten anderorts suchen werden. Zwingen Sie ihre Bewerber*innen nicht dazu, das Gehalt erst erfragen zu müssen.

Falls Sie bereit sind, das Gehalt zu verhandeln, geben Sie dies an. Oftmals hilft dabei eine gewisse Gehaltsspanne: So stecken Sie den Verhandlungsspielraum ab und vermeiden Vorstellungsgespräche, in denen es zu Komplikationen aufgrund "der Sache mit dem Geld" kommt.


Feinschliff Ihrer erfolgreichen Stellenanzeige mit positiver Candidate Experience

Social Recruiting

Inserieren Sie nicht nur auf Ihrer Website: Posten Sie Ihre Gesuche auch in sozialen Medien und Karriere-Netzwerken wie XING oder LinkedIn (Stichwort: Social Recruiting).

Authentische Einblicke geben

Geben Sie authentische Einblicke in das Berufsleben: Stellen Sie Ihre künftigen Kolleg*innen vor oder zeigen Sie Fotos der Räumlichkeiten. Eine professionelle Lösung, um potenzielle Bewerber*innen hinter Ihre Kulissen blicken lassen zu können, sind Unternehmensvideos.

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Für Auffindbarkeit Ihrer Stellenanzeige sorgen

SEO is Key! Optimieren Sie Ihre Stellenanzeige für Suchmaschinen, damit sie leichter gefunden wird. Dabei lohnt es sich durchaus, in ein*e Expert*in zu investieren. Wir gestalten Ihre Stellenanzeigen auf südtirolerjobs.it im HTML-Design und achten dabei auf Ihre Auffindbarkeit. Das gelingt uns mit präziser Verschlagwortung und Know-How im Suchmaschinen-Marketing.

Zügige Antwort auf Anfragen und Bewerbungen

Ihre Bewerber*innen geben sich beim Erstellen der Unterlagen viel Mühe. Respektieren Sie das, indem Sie unmittelbares Feedback dazu geben. Vermeiden Sie generische Antworten. Zu lange Wartezeiten werden Top-Talente vergraulen.

Idealerweise versenden Sie

  • Eingangsbestätigungen für Bewerbungen
  • Benachrichtigungen für mögliche Verzögerungen im Recruiting-Prozess
  • Einladungen zu Vorstellungsgesprächen (als schriftliche Bestätigung für telefonische Einladungen)
  • Absagen mit gegebenenfalls Begründungen (so haben die Bewerber*innen die Chancen, sich bei künftigen Prozessen zu verbessern)

Diversität

Moderne Unternehmen sollten auch auf Diversität achten. Geben Sie zum Beispiel an, dass Bewerbungen von Minderheiten besonders erwünscht sind. Das wird Personen, die vor allem im Arbeitsleben Diskriminierung erfahren, ermutigen.

Kreativität in Ihrer Stellenanzeige: ERLAUBT!

Abseits der Struktur, die wir Ihnen empfohlen haben, können Sie mit unkonventionellen Website-Elementen wie Bildern oder Videos spielen. Das lockert die nüchternen Informationen auf und Sie beweisen damit, dass in Ihrem Betrieb "outside the Box" gedacht wird.

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