Nach einer Beförderung fragen: So klappt’s

Du bist bereit, auf die nächste Stufe auf der Karriereleiter zu steigen? Dein Chef weiß aber noch nichts davon und du möchtest ihn auf eine Beförderung ansprechen? In diesem Beitrag geben wir dir ein paar Tipps mit, wie du das am besten angehst.

Nach einer Beförderung fragen: So klappt’s

Arbeitswelt | Lesedauer: 4 min | aktualisiert am 21. Juni 2024
Zielgruppe: Mitarbeiter*innen mit Beförderungswunsch
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Die Frage nach einer Beförderung

Wenn du bereit bist für eine Veränderung, für anspruchsvollere Aufgaben oder mehr Verantwortung, hast du grundsätzlich mehrere Möglichkeiten.

In diesem Beitrag gehen wir davon aus, dass du mit deinem aktuellen Arbeitsplatz grundsätzlich zufrieden bist und weder das Unternehmen noch die Abteilung o.Ä. wechseln willst. Dann bleibt nur noch eine Möglichkeit:

  1. Du kannst innerhalb des Unternehmens den Arbeitsplatz wechseln und hoffen, dass du dort vorankommst.
  2. Du kannst aber auch das Unternehmen wechseln.
  3. Deine*n Chef*in auf eine Beförderung ansprechen.

Vorbereitung ist das A und O: 5 Tipps, wie die Beförderung gelingt

Ehe du die Beförderung ansprichst, solltest du dich gut vorbereiten. Den Zeitpunkt, die Argumente, die für dich sprechen und die Vorteile für’s Unternehmen sind erfolgsentscheidend. Beachte die folgenden Tipps und du bist bestens auf deine bevorstehende Beförderung vorbereitet:

  1. #1

    Der richtige Zeitpunkt für eine Beförderung:

    Eine Beförderung anzusprechen bietet sich natürlich an, wenn in absehbarer Zeit eine entsprechende Stelle frei oder eine geschaffen wird. Doch darüber hinaus gilt es noch ein paar andere Dinge zu beachten.

    Die Situation und das Klima im Unternehmen spielen auch eine wichtige Rolle. Steht der Betrieb vor Herausforderungen, ob finanziell oder aus anderen Gründen, ist das vielleicht nicht der richtige Zeitpunkt, um nach einer Beförderung zu fragen.

    Geht es dem Unternehmen gut und expandiert vielleicht sogar, ist es ein guter Moment für ein solches Gespräch.

    Außerdem ist etwas Fingerspitzengefühl gefragt, wann Vorgesetzte offen sind für einen solchen Vorschlag. Ist dein*e Chef*in gerade sehr gestresst, halte dich lieber noch etwas zurück.

  2. #2

    Wohin möchtest du befördert werden?

    Die nächste Frage, die du dir stellen solltest, ist: Welche Positionen gibt es im Unternehmen, auf die du wechseln könntest. Wird eine Stelle frei oder eine neue geschaffen, ist das recht einfach.

    Etwas schwieriger – aber nicht unmöglich – wird es, wenn das nicht der Fall ist. Überlege dir dann, wo man eine neue Stelle integrieren könnte. Welche Aufgaben sind im Unternehmen niemandem konkret zugeteilt oder womit könnte man einen Mehrwert für den Betrieb schaffen? Und wichtig: Du bist die geeignete Person, um diese zu übernehmen. Damit kommen wir zum nächsten Tipp.

  3. #3

    Warum solltest du befördert werden?

    Bereite deine Argumentation vor, warum du befördert werden sollst und warum du für die entsprechende Position der*die Richtige bist. Frage dich dafür:

    • Was sind deine Stärken?
    • Bist du gut in der Organisation und Koordination,
    • in der Lösung von Problemen,
    • im Verkauf oder
    • hast du gute Führungsqualitäten?
    • Welche Erfolge konntest du bislang erzielen – im Unternehmen oder auch bei anderen Arbeitgeber*innen?

    Richte deinen Fokus und den deiner Vorgesetzten darauf.

  1. #4

    Sei auf kritische Gegenfragen vorbereitet!

    Ähnlich wie bei einem Bewerbungsgespräch solltest du dich auch in diesem Gespräch auf harte Fragen vorbereiten. Die Vorgesetzten wollen bestimmt auf Nummer sichergehen, ehe sie dir deinen Wunsch erfüllen und dir eine verantwortungsvollere Position übergeben. Da du dich aber bereits gut vorbereitet hast, sollte das kein Problem sein.

  2. #5

    Sei auch auf ein „Nein“ als Antwort vorbereitet.

    Im Gespräch solltest du nicht um den heißen Brei reden. Sage klar, was dein Wunsch ist – die Beförderung. Sollte dein Wunsch nicht gleich erfüllt werden, ist das noch kein Grund, gleich das Handtuch zu schmeißen. Vielleicht ist eine Beförderung im Moment nicht möglich. Dein*e Chef*in weiß nun über deinen Wunsch Bescheid und berücksichtigt dich im Idealfall bei der nächsten Gelegenheit. Du kannst nach geraumer Zeit auch noch einmal nachfragen und auf dich aufmerksam machen.

    Ist eine Beförderung ein großer Wunsch von dir und dein*e Vorgesetzte*r nimmt dich nicht ernst, solltest du vielleicht doch überlegen, in eine andere Abteilung oder ein anderes Unternehmen zu wechseln. Wird dir das Gefühl nach geraumer Zeit vermittelt und wirst du beispielsweise bei Nachbesetzungen nicht berücksichtigt, kannst du das auch ansprechen.

    Die meisten Unternehmen haben natürlich ein Interesse daran, ihre bestehenden Mitarbeiter*innen zu halten. Dementsprechend nehmen sie deren Wünsche auch ernst und versuchen sie möglichst zu erfüllen.

    Deine Chancen stehen deshalb grundsätzlich nicht schlecht. Sei dir dessen bewusst.

Wir fassen zusammen

Nach einer Beförderung zu fragen ist für viele eine Herausforderung. Doch das Wichtigste ist: Du kannst nichts verlieren und wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Deshalb trau dich! Außerdem haben Unternehmen natürlich ein Interesse daran, ihre Mitarbeiter*innen zu halten. Die Chancen stehen also grundsätzlich nicht schlecht, dass sich dein*e Chef*in für deinen Wunsch einsetzt. Deshalb erst recht: Trau dich!

Damit du deine*n Vorgesetzte*n auch überzeugen kannst, dass du bereit bist für eine anspruchsvollere Position, bereite dich gut auf das Gespräch vor. Analysiere das Unternehmen und finde selbst die passende Stelle für eine Beförderung, sei dir deiner Stärken und Talente bewusst, die dich dafür qualifizieren und zeige das nötige Feingefühl, indem du den richtigen Moment abwartest. Dann stehen deine Chancen sehr gut.

 

Lisa W., BA

Lisa möchte in ihren Texten komplexe Themen einfach auf den Punkt bringen. Das versucht sie u.a. bei Fragen zu Arbeit und sozialer Gerechtigkeit. Denn sie ist überzeugt: informierte Menschen können die besten Entscheidungen treffen – für sich und die Gesellschaft. Um Menschen informieren zu können, hat sie nach der Lehre mit Matura einen Bachelor in Intermedia sowie ein Redaktionstraineeprogramm bei Russmedia absolviert. Nun schreibt sie an ihrer Masterarbeit im Studium Publizistik- und Kommunikationswissenschaften, als Texterin und Journalistin für unterschiedliche Medien und seit Anfang des Jahres 2022 auch für unsere Portale.

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