Was macht ein Influencer?

Du träumst davon, auf Instagram, YouTube und Co. deinen eigenen Content zu veröffentlichen und damit berühmt und reich zu werden? Wir zeigen dir, was sich tatsächlich hinter dem Beruf von Influencer*innen verbirgt, wie diese überhaupt ein Einkommen erzielen und dass es sich dabei meist keinesfalls um leicht verdientest Geld handelt. Mit einer guten Idee und der richtigen Strategie kann es aber durchaus klappen, die eigene Reichweite dafür zu nutzen, regelmäßig einen schönen Eingang auf dem Konto verbuchen zu können. Wir zeigen dir hier die Hintergründen des „Influencer-Marketings“ und wie du damit Geld verdienen kannst – viel Spaß beim Entdecken! 😊

Was macht ein Influencer?

Das Berufsbild Influencer erklärt

Immer mehr (junge) Menschen träumen davon, als Influencer*in durchzustarten – kaum verwunderlich, erhoffen sich dadurch viele vor allem Ruhm und Reichtum. Dafür ist aber harte Arbeit notwendig, da zuerst „Influence“ (also „Einfluss“) in Form von Reichweite aufgebaut werden muss. Dies erreichen Influencer*innen, indem sie Inhalte (Videos, Bilder, Texte etc.) für verschiedene Soziale Medien (TikTok, Instagram, YouTube, Pinterest, Blog usw.) produzieren – dafür ist in erster Linie natürlich viel Kreativität, Durchhaltevermögen und die passende Strategie nötig, um die jeweilige Zielgruppe auch bestmöglich zu erreichen.

Mit der Zeit hat sich eine Gliederung in verschiedene "Influencer-Typen" ergeben, welche die Beschaffenheit der genauen Jobausübung abgrenzt:


Mögliche Influencer-Typen

Key Influencer

Dabei handelt es sich um Journalist*innen, Blogger*innen und Markenbotschafter*innen, die über hohe Glaubwürdigkeit verfügen und dadurch mit ihren Inhalten in Online-Magazinen, Blogs und sozialen Netzwerken schnell eine hohe Reichweite generieren.

Peer Influencer

Dies sind Mitarbeiter*innen und Partner*innen von Unternehmen, die mit ihrer Expertise online gezielt die jeweiligen Produkte bewerben, indem sie z.B. Produktbewertungen schreiben oder Produkttests durchführen.

Social Influencer

Der Social-Media-Star unter den Influencern, da diese Gruppe besonders durch soziale Netzwerke wie Instagram, YouTube, TikTok usw. an Bekanntheit gewinnt. Um diese Art der Einflussnahme auf Social Media widmen wir uns hauptsächlich im weiteren Beitrag, da diese von den meisten angestrebt wird, um als Influencer Geld zu verdienen.

Sobald die Anzahl an Follower*innen auf den jeweiligen Social-Media-Plattformen groß genug ist, lässt sich dann mittels Werbeeinnahmen Geld verdienen – das wird wiederum als „Influencer-Marketing“ bezeichnet und stellt die Haupteinnahmequelle der Berufsgruppe dar, was uns auch gleich zum nächsten Punkt bringt:


Als Influencer online Geld verdienen

Damit du als Influencer*in Geld verdienen kannst, benötigst du also möglichst viele Follower*innen. Die Anzahl der Follower*innen hat nämlich direkten Einfluss auf die Höhe des Einkommens – aber zuerst zu den unterschiedlichen, gängigsten Arten, wie du online mittels Influencer-Marketing überhaupt ein Einkommen lukrierst:

„Passives“ Marketing:

Dabei handelt es sich um Werbeanzeigen, die meist ohne direktes Handeln von deiner Seite aus, in deinen Content eingebaut werden. Am Beispiel YouTube lässt sich das etwas verständlicher erklären: Wenn du auf deinem YouTube-Kanal Videos postest und bestimmte Voraussetzungen erfüllst, kannst du beim Veröffentlichen auswählen, dass (und wie viele) Werbeanzeigen eingespielt werden, hast selbst aber keinen Einfluss darauf, um welche Werbung es sich dabei handelt. Für diese Anzeigen erhältst du eine bestimmte Pauschale pro Klick. Hier leitet also ein Unternehmen (in genanntem Beispiel Google) einen kleinen Teil der eigenen Werbeeinnahmen an dich weiter.

„Aktives“ Marketing:

Ganz anders schaut es aus, wenn du direkt für ein Unternehmen, ein Produkt, eine Dienstleistung, eine Marke Werbung betreibst. Dabei erhältst du ein vereinbartes Honorar von dem*der Auftraggeber*in, wenn du als Gegenleistung aktiv für ihn*sie wirbst. So kannst du beispielsweise auf Instagram Fotos oder Storys posten, in welchen du das Produkt verwendest, bewirbst und zum Kauf animierst - dabei solltest du aber glaubhaft bleiben und die Auftraggeber*innen passend zum restlichen Inhalt auf deinem Instagram-Account auswählen.

Affiliate-Marketing

Darunter wird verstanden, dass du einen/mehrere Link/s zu einem Produkt/einer Dienstleistung zur Verfügung stellst – klicken deine Follower*innen auf diesen Link und tätigen einen Kauf, erhälts du jeweils eine kleine Provision. Hier bieten insbesondere größere Unternehmen/Marken gesonderte Programme, über die du einfach eigene Affiliate-Links erhältst bzw. dann teilweise auch z.B. Prozente für Produkte anbieten kannst. Diese kannst du dann überall in sozialen Netzwerken verbreiten und dadurch Geld verdienen.


Die Anzahl der Follower sind entscheidend!

Dies sind wohl die drei wichtigsten Einnahmequellen für Content-Ersteller*innen in der Onlinewelt. Dabei wird auch gleich ersichtlich, warum die Anzahl der Follower*innen von großer Bedeutung ist/sein kann:

Höhere Reichweite = mehr Klicks bzw. höheres vertragliches Honorar = mehr Einkommen.

Es ist also durchaus empfehlenswert, laufend an der eigenen Reichweite zu arbeiten, um vielleicht sogar ein "Mega-Influencer" mit über einer Million Follower*innen zu werden.

Neben diesem Werbeeinkommen verdienen viele (bekanntere) Influencer*innen aber auch noch zusätzlich Geld, indem sie z.B. eigenen Merch verkaufen (Klamotten, Gadgets, Beautyprodukte etc.), an Veranstaltungen teilnehmen (Autogrammstunden, Meet & Greet etc.) oder gar (in Kooperation oder alleine) eigene Produkte (je nach Bereich) auf den Markt bringt. Die Einkommensmöglichkeiten sind also durchaus gegeben aber wo kannst du deine Medieninhalte am besten in Geld umwandeln?


Influencer-Marketing


Influencer*in ≠ Influencer*in

Wenn du deinen eigenen „Einfluss“ nun auf- bzw. ausbauen möchtest, um möglichst erfolgreich Influencer-Marketing betreiben zu können, stellt sich dir wahrscheinlich die Frage, in welchem Format du das angehen sollst. Dafür musst du dir im Vorfeld darüber im Klaren sein, welche Art von Inhalten du erstellen willst (längere oder kürzere Videos, Texte, Fotos, Musik etc.) und welche Zielgruppe dabei angesprochen werden soll. Wir haben nachfolgend die beliebtesten Kanäle, um online Geld zu verdienen, zusammengefasst, um dir zu zeigen, auf welche Arbeit du dich dort jeweils einstellen solltest.


Mögliche Social-Media-Kanäle, um als Influencer*in Geld zu verdienen

TikTok = TikToker*in

Seit einigen Jahren in aller Munde, erfreut sich TikTok aber besonders bei jüngerem Publikum an größter Beliebtheit. Mit kurzen, prägnanten Videos bringst du deine Inhalte gezielt auf den Punkt. Über TikTok kannst du insbesondere durch gesponserte Beiträge Geld verdienen – sprich ein Unternehmen bezahlt dich dafür, dass du z.B. dessen Produkte verwendest und bewirbst. Auf dieser Plattform ist es besonders wichtig, dass du regelmäßig Inhalte veröffentlichst, dabei immer über die aktuellsten Trends Bescheid weißt und besonders gezielt und kreativ vorgehst (da beschränkte Zeit) – nur so kannst du dir auf lange Sicht eine treue Community aufbauen, die sich deine Inhalte anschaut.

YouTube = YouTuber*in

Eine weitere Videoplattform – hier bist du aber zeitlich an keine Limits gebunden. Auch hier empfiehlt sich regelmäßiges Uploaden, um Follower*innen zu gewinnen/halten. Während du auf TikTok theoretisch mit einfach produzierten Smartphone-Videos bekannt werden kannst, wirst du auf YouTube (zumindest für längere Videos) sehr wahrscheinlich mehr Zeit mit Konzeptionierung, Dreh und Schnitt verbringen. Dafür kannst du bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen einen Vertrag mit Google abschließen und daraufhin durch Werbeschaltungen mit jedem Klick Geld verdienen. Vor allem wenn du hauptberuflich als Influencer*in durchstarten möchtest, wirst du aber auch hier auf gesonderte Sponsoren, sprich „aktive“ Werbung, angewiesen sein.

Instagram = Instagramer*in

Auf Instagram brauchst du das Auge für den perfekten Schnappschuss – hier sagt ein Bild nämlich wirklich mehr als tausend Worte. Um auf dieser Plattform viele Follower*innen zu finden, solltest du (zumindest zu Beginn) am besten wöchentlich Content posten. Geld verdienst du dann wiederum durch gesponserte Beiträge, in denen du ein bestimmtes Produkt bewirbst. Wenn Content-Ersteller*innen auf anderen Plattformen aktiv sind verwenden sie Instagram zusätzlich, um die Followerschaft noch regelmäßiger auf dem Laufenden zu halten bzw. ihre Inhalte auf anderen Seiten zu bewerben.

Eigener Blog = Blogger*in

Zwar schon fast oldschool aber dennoch beliebt – und dadurch eine Möglichkeit, Geld zu verdienen – sind eigene Blogs. Auch diese werden teilweise nur zusätzlich zu einem anderen Kanal betrieben (um z.B. bei einem YouTube-Koch-Channel einzelne Rezepte auch in schriftlicher Form veröffentlichen zu können), funktionieren aber auch alleine gut als Einnahmequelle (wobei du wahrscheinlich nicht darum herumkommen wirst, deinen Blog auch auf anderen Social-Media-Kanälen zu promoten, um möglichst viele Aufrufe zu erzielen). Mit deinem Blog kannst du dafür wieder „passiv“ als auch „aktiv“ Werbung betreiben und dadurch Einnahmen erzielen. Gut laufende Blogs werden darüber hinaus auch gerne mal verkauft – wenn du viele Leser*innen hast, den Blog aber nicht selbst weiterbetreiben möchtest, könnte auch das für ein schönes Sümmchen auf deinem Konto sorgen.


Der perfekte Content für Influencer


Was ist der perfekte Content?

Wie am Anfang dieses Kapitels erwähnt, gibt es noch viele weitere Plattformen, auf welchen du mittels Influencer-Marketing Geld verdienen könntest. Am Ende des Tages wird es aber sowieso immer darauf ankommen, dass dein Content durch Qualität und Mehrwert überzeugt sowie die jeweilige Zielgruppe bestmöglich erreicht. Um deine Reichweite auszubauen bzw. zu halten, solltest du aber jedenfalls für möglichst breite, plattformübergreifende Präsenz sorgen – mit vielen Follower*innen wird es dir schließlich auch leichter fallen, dass dich Unternehmen als geeigneten Influencer erkennen und dich sponsern.


Mehr Recht als schlecht?

Beim Thema Influencer Marketing ist Recht ein sehr wichtiger Punkt, den viele im Rahme des Influencer-Marketings leider oft (zu) lange übersehen: Wenn du als Influencer*in Geld verdienst (egal wie viel), erwirtschaftest du ein Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit! Mit einer selbständigen Tätigkeit gehen auch einige Pflichten einher (z.B. Steuerabgabe, Versicherung, Buchführung etc.), weshalb du dich jedenfalls bereits im Vorfeld (!) ausführlich bei der zuständigen Behörde über alle nötigen Schritte informieren solltest. ACHTUNG: Auch wenn du mit einem Unternehmen vereinbarst, dass du „gratis“ Produkte erhältst und diese dafür bewirbst, gilt der Sachwert der Produkte als Bezahlung für deine Gegenleistung und wird demnach bereits als selbständiges Einkommen gewertet.

Darüber hinaus solltest du dich auch mit den Richtlinien auf der jeweiligen Plattform vertraut machen, damit du nicht gegen diese verstößt und womöglich eine Sperre oder gar Löschung deines Accounts riskierst. Ebenso empfehlen wir, dass du dich zusätzlich mit Medienrecht, Urheberrecht usw. auseinandersetzt (spezifisch je nach Inhalten und wo diese veröffentlicht werden), denn verwendest du z.B. geschützte Daten (Bilder, Musik etc.) ohne nötige Lizenz, führt das in der Regel sehr schnell zu empfindlichen Geldstrafen.

 

Auch wenn wir das Thema Recht hier nur kurz angeschnitten haben, erkennst du wohl sofort, dass dabei besondere Vorsicht geboten ist. Informiere dich über alle diesbezüglichen Themen also so früh und ausgiebig wie nur möglich und scheue nicht davor, fachkundige Hilfe in Anspruch zu nehmen!


Großer Einfluss durch Ausbildung

Wenig überraschend, gibt es keine spezifische Ausbildung zum*zur Influencer*in, kann doch eigentlich jede*r mit den technischen Voraussetzungen ganz einfach Medieninhalte veröffentlichen und dadurch bekannt werden und Geld verdienen. Wenn du dich aber allgemein stark für (soziale) Medien interessierst und vorerst – wie die meisten – nebenberuflich (bzw. neben Schule/Studium) ins Business einsteigen möchtest, könnte eine Ausbildung im medialen bzw. Marketingbereich große Vorteile mit sich bringen. Wenn du beispielsweise den Beruf eines*einer Social-Media-Manager*in erlernst bzw. in diesem Bereich arbeitest, erhältst du wertvolle Einblicke in die Medien-/Marketingwelt, die dir für dein eigenes Influencer-Marketing nur von Vorteil sein können!

Zusätzlich wirst du mittels Influencer-Marketing insbesondere dann erfolgreich, wenn du dich auf einen ganz bestimmten (Nischen-)Bereich fokussierst. Das bedeutet, dass du auch jede andere Ausbildung sowie alle Hobbys oder persönliche Interessen heranziehen kannst, um dein Wissen mit der Welt zu teilen. Wenn du beispielsweise gelernte*r Tischler*in bist und Videos veröffentlichst, wie du Möbel herstellst oder einfache DIYs zur Verfügung stellst, würde dabei schon ein geringes Grundwissen über Social Media ausreichen, um damit Geld verdienen zu können. Was wir damit sagen wollen: Es gibt keine spezifische Ausbildung aber jede Ausbildung kann wortwörtlich Gold wert sein!


Du möchtest auch die andere Seite kennenlernen?

Wenn du dich allgemein dafür interessierst, wie die Digitalisierung den Arbeitsmarkt beeinflusst und Arbeitgeber*innen darauf reagieren (sollten), empfehlen wir dir unseren Beitrag über Social Recruiting, in welchem wir auch einen Blick ins Jahr 2031 zu werfen versuchen. Schau rein und entdecke mögliche Chancen und Risiken unserer digitalen Zukunft!


UNSER FAZIT FÜR DICH

Viele träumen davon, nur wenige setzen es (erfolgreich) um: Als Influencer*in zu Ruhm und Reichtum. Das sollte aber auch nicht deine erste Priorität sein – beginnst du deine Influencer-Marketing Reise beispielsweise nebenher, hast du ausreichend Zeit zu erkennen, worauf es wirklich ankommt: Engagement, Kreativität und vor allem auch Spaß an der Contenterstellung. Mit diesen Grundpfeilern und der richtigen Idee kannst du dir ganz gut ein zweites Standbein aufbauen und wenn du mit deinem Content gut ankommst, dich bei Unternehmen zu vermarkten weißt und eine loyale Followerschaft aufbaust sogar richtig gut verdienen. Bevor du durchstartest, empfehlen wir dir aber jedenfalls, dich ausreichend mit den nötigen Rechtsgrundlagen auseinanderzusetzen – das ist zwar meist sehr trocken und anstrengend, bewahrt dich aber vor unangenehmen Folgen.

Wir wünschen dir viel Erfolg mit deinem Influencer-Traum, damit du schon bald als neuer Star am Social-Media-Himmel erstrahlen kannst! 😉

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