Dein (erster) Eindruck zählt - Teil 1

Unternehmen deines Interesses finden – Check! Professionelle Bewerbung verfassen und versenden – Check! Einladung zum Bewerbungsgespräch bekommen – und wieder: Check! Ja, du hast das meiste im Bewerbungsprozess hinter dich gebracht, doch das Wichtigste steht noch an: das persönliche Kennenlernen mit deinem zukünftigen Arbeitgeber. Für viele Bewerber/-innen stellt dieser Part den größten Nervenkiller von allem dar, denn nun muss man vor Ort punkten, ohne zu wissen, was genau auf einen zukommt. Aber keine Sorge! Dass du soweit gekommen bist bedeutet nichts anderes, als dass du am richtigen Weg bist. Um dein Ziel nun auch auf den letzten Metern problemlos erreichen zu können, findest du in diesem und dem folgenden Artikel einige nützliche Tipps, mit denen das erste Kennenlernen absolut schaffbar sein wird.

Dein (erster) Eindruck zählt - Teil 1

Bevor du überhaupt zum Unternehmen kommst – 7 Tage davor

Sich eine Woche vor dem Gespräch schon vorzubereiten klingt für dich überzogen? Nun, ein Bewerbungsgespräch ist keine Raketenwissenschaft, das ist klar, doch es macht dennoch Sinn schon einige Tage davor an ein paar Kleinigkeiten zu denken. Generell sollte dir bewusst sein, dass eine gute Vorbereitung auch immer psychologische Früchte trägt, auf die du nicht verzichten solltest. Dein Stresslevel wird sich nämlich merkbar reduzieren, wenn du dich vorbereitest. Mach daher eine Woche vor dem Gespräch eine kurze Checkliste mit 5 Stichwörtern, die du dann nacheinander abklapperst. Das sollte nicht länger als 20 Minuten deiner Zeit in Anspruch nehmen. 

Notier dir folgende Stichwörter und beantworte diese dann für dich:


1. Wann?

Das offensichtlichste zuerst: An welchem Tag und zu welcher Uhrzeit findet das Gespräch denn statt? Überprüfe deinen Kalendereintrag und schätze auch gleich ein, wie lange es dauern wird. Hier solltest du einen sehr großzügigen Zeitraum einplanen und wenn nötig auch Termine, die knapp davor oder danach sind, absagen oder am besten gar nicht vereinbaren. Dieser erste einfache Schritt führt auch gleich zum zweiten:


2. Wo?

… musst du denn genau hin? Kennst du das Firmen-Gebäude vielleicht schon, weil du unweit davon entfernt wohnst oder befindet es sich gar in einer anderen Stadt? Plane schon jetzt deine Anfahrt. Überprüfe die Fahrpläne, falls du öffentlich anreist oder erkundige dich über die gängige Verkehrslage zur jeweiligen Uhrzeit, falls du mit dem Auto fährst. Für den Fall des „mit-dem-Auto-kommens“ solltest du dich auch unbedingt über Parkmöglichkeiten schlau machen. Gehe auch – im wahrsten Sinne des Wortes - einen Schritt weiter und mache dir klar, in welchem Stockwerk die Abteilung, in die du beordert wurdest, liegt und an welche Tür du klopfen musst. Womit wir beim nächsten Schritt wären:   


3. Wer?

… genau wird dir gegenübersitzen? In kleineren Firmen wird es in den meisten Fällen dein (zukünftiger) direkter Vorgesetzter sein. In größeren Unternehmen können es durchaus erst einmal die Mitarbeiter*innen aus der Personalabteilung sein. Wenn du dir hier schon von Beginn an, einen beträchtlichen Vorteil erhaschen willst, dann mache genau eine Sache: Lerne Namen! Dass du deine Ansprechperson (die dir bei der Terminvereinbarung bekanntgegeben wurde) ohnehin beim Namen kennen solltest, versteht sich von selbst. Du kannst jedoch wirklich hervorstechen, wenn du die Namen anderer Angestellten kennst. Am effizientesten ist es hierbei, dir darüber Gedanken zu machen, wen du vor Ort antreffen könntest (Assistenz, Sekretariat, HR-Abteilung etc.) oder über wen ihr im Gespräch auch zu sprechen kommen könntet (Führungskräfte, Geschäftsführung, deine zukünftigen Abteilungskolleg*innen, etc.).


4.    Was?

… wird besprochen werden? Das wirst du natürlich nie ganz sicher vorhersagen können. Mit einer Ausnahme: dein Lebenslauf. Auf diesen werdet ihr mit einer an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit zu sprechen kommen. Somit solltest du ihn mindestens einmal (besser aber mehrmals) ausgedruckt mitnehmen, denn eventuell gesellt sich noch ein weiterer Gesprächspartner zu euch. Gehe deine Vita auch noch einmal durch und überlege dir, welche Passagen wohl zu Wort kommen werden (Ausbildung, persönliche Kompetenzen, Arbeitserfahrungen, etc.) und bereite dich auf verschiedenste – eventuell auch unangenehme – Fragen vor.


5.    Wie?

… wirst du bei deinem Arbeitgeber optisch auftreten? Ein kurzer Frisur-Check sowie ein versichernder Blick in den Kleiderschrank machen schnell klar, ob es noch weitere Vorbereitungsschritte in dieser Hinsicht bedarf. Ein weiterer Grund, nicht zu spät mit der Vorbereitung zu starten.

UNSER FAZIT FÜR DICH

Die Ruhe vor dem Sturm (bewahren). Nein, ein Bewerbungsgespräch mutiert in aller Regel nicht in einen Sturm. Dennoch schadet es nicht alle losen Leinen zu fixieren und offene Luken zu schließen, um sein Schiff – also sich als Bewerber*n – vor unerwartetem Wellengang zu schützen. Hiermit hast du ein paar simple Anregungen für die Vorbereitung in den Tagen vor dem Gespräch bekommen. 

Bleib dran und erfahre in Teil zwei wie du mit relativ wenig Aufwand einen souveränen Auftritt hinlegen kannst und dabei das Level an Nervosität so gering wie möglich halten wirst. 

Blogbeitrag von Dominik Haintz

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