Bürohunde & Co.

Tiere am Arbeitsplatz? Bürohunde oder Katzen, aber manchmal auch kleinere Mitarbeiter wie Hamster oder Fische kommen immer häufiger vor. Für den stressigen Arbeitsalltag können Tiere eine echte Bereicherung sein. Sie bringen Freude und Gelassenheit und sind somit gut für das Betriebsklima und den Teamspirit. Du willst deinen Vierbeiner mit ins Büro nehmen? Dann ist dieser Artikel genau das richtige für dich.

Bürohunde & Co.

Zuallererst: Tiere sind nicht für jede berufliche Umgebung ideal. Arztpraxen, Kosmetiksalons und Restaurants beispielsweise haben besonders strenge Hygienevorschriften, die die Haltung eines Tieres nicht ermöglichen. Ruhige Arbeitsplätze, wie Büroräume, eignen sich hingegen sehr gut für tierische Kollegen. Natürlich muss es mit dem Arbeitgeber sowie den Kolleg*innen abgesprochen sein, bevor ein Tier mit ins Büro kommt. Auf eventuell bestehende Tierhaarallergien oder die Angst vor Tieren muss Rücksicht genommen werden. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte eine schriftliche Einverständniserklärung von allen Betroffenen eingeholt werden. Es sollte aber auch immer Rücksicht auf die Bedürfnisse der Tiere genommen werden, eine artgerechte Haltung ist Pflicht!


Hunde, die bellen, beißen nicht – WIRKLICH?

Dieses bekannte Sprichwort trifft leider nicht immer zu. Damit ein Hund im Büro keine Probleme verursacht, muss er gut erzogen und sozialisiert, gepflegt sowie gesund sein. Ein Bettchen, Futter und Trinkwasser müssen immer bereitstehen, auch das ein oder andere Spielzeug wird dem vierbeinigen Kollegen eine große Freude bereiten.

Über Nacht sollten Hunde keinesfalls allein am Arbeitsplatz bleiben. Sie sind sehr gesellige Tiere und wollen auch in der Nacht nicht allein eingesperrt sein. Denn gerade dann, fällt ihnen meistens jede Menge Blödsinn an. Elektronische Geräte, Steckdosen und viele Anschlüsse stellen für die gelangweilten Tiere lebensbedrohliche Gefahren dar.

Hundebesitzer*innen haben gerne ihren vierbeinigen besten Freund um sich. Allerdings gilt es zu beachten, dass nicht jeder Mensch die Möglichkeit, seinen tierischen Begleiter mit zur Arbeit zu bringen und es gibt dafür auch keinen Rechtsanspruch (außer bei Therapie- oder Blindenhunden), gerade in einem Büro bietet es sich aber an. Es gibt auch Hunde die nicht fürs Büro geeignet sind und die Ruhe zu Hause mehr schätzen.


Die tierische Eingewöhnungsphase am Arbeitsplatz

Willst du deinen Hund mit zur Arbeit nehmen und hast du bereits alle Formalitäten geklärt, solltest du ihn zunächst an einem ruhigen Tag langsam an deinen Arbeitsplatz und die Kolleg*innen gewöhnen. Unbekannte Räumlichkeiten mit ebenfalls fremden Personen kann für ein Tier ein großer Stressfaktor bedeuten. Dabei stellt sich die Frage, kennst du dein Tier in derartige Situationen überhaupt? Unsere vierbeinigen Begleiter sind und bleiben unberechenbar, das sollte man nie vergessen und sich immer wieder vor Augen führen. Den Impfpass deines Lieblings solltest du auch immer mit dabeihaben. Das Gassigehen in den Pausen ist nicht nur gut für deinen Hund, sondern auch für dich, denn die frische Luft und die Bewegung hält dich fit. Außerdem kannst du auch deine Kolleg*innen mitnehmen und so den Zusammenhalt in eurem Team stärken!

Das Unternehmen Purina ist nicht nur im Bereich Tierfutterherstellung Vorreiter, sondern auch wenn es darum geht, unsere vierbeinigen Freunde am Arbeitsplatz zu integrieren. Zahlreiche Mitarbeiter nehmen ihre Hunde mit zur Arbeit und verbringen die Mittagspause mit ihnen im hauseigenen Agility-Park. Auf ihrer Website www.purina.at findest du unter dem Punkt „Über uns“ außerdem zahlreiche weitere Tipps, wie das Zusammenleben mit Tieren am Arbeitsplatz noch besser funktioniert.


Checkliste für den Bürohund:

  • Ständige Bereitstellung von Wasser, (Futter) und sein fixer Platz.
  • Langsame Eingewöhnungsphase mit bekanntem Stofftier (bekannter Geruch)
  • Anfangs sollte das Tier nicht allein gelassen werden. (Bis er sich zumindest auch im Büro zu Hause fühlt und genau weiß, wo sich sein Platz befindet.)
  • Der Impfpass sollte fixer Bestandteil sein.
  • Regelmäßiges Gassigehen darf nicht vergessen oder vernachlässigt werden. (Packe deine Kolleg*innen mit ein und stärkt die Teambildung.)

Kein Katzenjammer

Auch Katzen bleiben nicht gerne den ganzen Tag allein zu Hause, während ihr Besitzer arbeitet. Eine Katze ins Büro mitzunehmen, verursacht aber zu viel Stress bei den sensiblen Vierbeinern. Katzen mögen Autofahrten nicht und sie gewöhnen sich meist nur schwer an neue Umgebungen. Besser ist es, die Katze direkt im Büro zu halten, wo sie den ganzen Tag Ansprechpartner hat. Eine Katze allein zu halten, ist aber weder zu Hause noch im Büro ratsam. Die Stubentiger fühlen sich zu zweit einfach wohler. Bei der Auswahl der Bürokatze sollte auf eine Katzenart zurückgegriffen werden, die phlegmatisch und nicht allzu aktiv ist. Katzenkiste, Futter, Trinken, (mindestens) ein Kratzbaum und Spielsachen sind Pflichtausstattung. Ebenso erforderlich sind Mitarbeiter*innen, die fix eingeteilt sind, sich um das Wohlbefinden der Miezen zu kümmern. Werden Katzen im Büro gehalten, sollten sie genügend Platz haben, um umherzustreifen, so wie es auch eine ruhige Rückzugsmöglichkeit für sie braucht.

Ein interessantes Unternehmen ist in diesem Zusammenhang „Poopy Cats“ aus den Niederlanden. Sie stellen Heimtierbedarf und darunter unter anderem Katzentoiletten her. Dort dürfen die Katzen nicht nur mit ins Büro, sie fungieren dort auch gleichzeitig als „Testpersonen“ für die neuen Produkte und sind so überaus nützliche Mitarbeiter.


Viel Freude, wenig Aufwand

Ins Büro soll ein tierischer Mitarbeiter einziehen, der möglichst wenig Arbeit verursacht? Nager und Fische eignen sich dafür perfekt. Hamster beispielsweise sind klein und nachtaktiv. Mit einem gut ausgestatteten Käfig, Futter und Trinken sind sie zufrieden, denn sie verschlafen selbst den stressigen Büroalltag. In der Nacht drehen sie dann ihre Runden im Hamsterrad. Auch Fische stellen geringe Ansprüche an ihre Halter und bringen dennoch etwas Farbe und Leben ins Office.

Selbstverständlich braucht es immer einen Verantwortlichen, der sich um die tierischen Arbeitskollegen kümmert, sie regelmäßig füttert und ihre Gesundheit im Auge behält. Diese Aufgaben können auch auf mehrere Mitarbeiter*innen aufgeteilt werden. Kleinere Tiere wie Hamster und Mäuse können ohne Probleme über Nacht im Käfig im Büro übernachten, ebenso wie die Fische in ihrem Aquarium.


Gibt es Nachteile mit tierischen Arbeitskollegen?

Wie so alles, bringen natürlich auch die Tiere im Büro seinen Schatten mit. Generell hat man unter Arbeitskolleg*innen mit Neid zu kämpfen. So bringt der eine Mitarbeiter seinen Hund mit, so möchte der andere ebenfalls für sein Haustier sorgen. Es wird Arbeitszeit in das Tier gesteckt, es werden vermehrt Pausen (Gassigehen) eingelegt, während andere das Tagesgeschäft alleine abarbeiten müssen. Ein Tier am Arbeitsplatz erfordert also ein sehr gutes Arbeitsklima, dass die tierische Angelegenheit auch von allen ehrlich akzeptiert wird und sich auch nicht ins Negative wandelt.


UNSER FAZIT FÜR DICH

Sind der Vorgesetzte und alle Kolleg*innen einverstanden und ist das Büro richtig eingerichtet, bringen Bürotiere einen echten Mehrwert für jeden Arbeitsplatz. Sie strahlen Gelassenheit aus, bieten Gesprächsthemen und Abwechslung. Aber wie erwähnt, bedenke die Nachteile und verursache keine Ungerechtigkeit innerhalb deines Teams, denn das könnte sich mit der Zeit negativ auf dich auswirken. Beziehe also als Haustierbesitzer deine Kolleg*innen regelmäßig mit ein und frag sie um Begleitung, wenn du dich kurzfristig um einen Gassigang kümmerst. Schlussendlich ist doch jeder mal froh, für 10 Minuten frische Luft zu schnappen.

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